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Piazza dei Miracoli in Pisa entdecken
Praktische Reisetipps und historische Einblicke in den ikonischsten Platz der Toskana.

Der Schiefe Turm von Pisa überragt die Piazza dei Miracoli in Italien
Als Künstlerin mit mediterranem Schwerpunkt finde ich die Piazza dei Miracoli einfach verzaubernd. Wörtlich übersetzt heißt sie „Platz der Wunder“ und umfasst ein malerisches Ensemble aus Kathedrale, Baptisterium, dem Schiefen Turm und einem Friedhof der besonderen Art. Während meines Besuchs in Pisa habe ich hier den Großteil meiner Zeit verbracht – und würde es jederzeit wieder so machen. Begleite mich auf eine Erkundung dieser berühmten Sehenswürdigkeit und entdecke, was jedes Bauwerk besonders macht.
1. Dom von Pisa
Mittelalter Toskana
Kirchen Italiens
Der Dom von Pisa wurde 1063 als erstes Bauwerk auf der Piazza dei Miracoli errichtet und hat mir mit seiner strahlend weißen Marmorfassade den Atem geraubt. Majestätisch erhebt er sich von den sattgrünen Wiesen der Piazza dei Miracoli und erzählt durch seinen pisanisch-romanischen Baustil auch etwas über Pisas Vergangenheit. Die feinen orientalischen Einflüsse verweisen nämlich auf Pisas Status als mächtige Seerepublik im 11. Jahrhundert. Ich habe die Kathedrale auch von innen besichtigt und kann einen Besuch nur empfehlen, um ihre goldene Kassettendecke zu bewundern.
Warum ich's liebe:
➜ Pisanisch-romanischer Stil
➜ Freistehende Lage
➜ Goldene Kassettendecke im Inneren
2. Das Baptisterium
Pisa Baptisterium
Architektur Italiens
Als ich das Baptisterium von Pisa entdeckte, haben mich seine runde Form und die feinen Verzierungen im Stil der Romanik und Gotik direkt an eine Krone erinnert. Das Baptisterium wurde 1152 für das christliche Sakrament der Taufe erbaut, das traditionell außerhalb der Kirche gefeiert wurde. 1394, fast zwei Jahrhunderte später, wurde die offene Mitte der inneren Kuppel geschlossen und das Gebäude zum größten Baptisterium Italiens. Es ist für seine bemerkenswerte Akustik bekannt, die durch die doppelschalige Kuppelkonstruktion einen besonders langen Nachhall erzeugt.
Warum ich's liebe:
➜ Größtes Baptisterium Italiens
➜ Kunstvolle Fassadengestaltung
➜ Einzigartige Akustik im Inneren
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3. Der Schiefe Turm
Ikone Italiens
Wunder von Pisa
Das Wahrzeichen der Piazza dei Miracoli wirkte beim Betrachten tatsächlich mirakulös auf mich. Wie durch ein Wunder trotzt der marmorne Glockenturm des Doms der Schwerkraft. 1173 begann seine Errichtung – doch schon nach zwölf Jahren Bauzeit, beim dritten Stockwerk angekommen, begann sich der Turm zu neigen. Der Boden von Pisa war zu weich und sumpfig. Daraufhin wurden die Bauarbeiten unterbrochen, und erst fast ein Jahrhundert später wurden die fehlenden Stockwerke in einem korrigierten Winkel hinzugefügt, um die Neigung auszugleichen. 1372 war der Turm schließlich fertiggestellt.
Warum ich's liebe:
➜ Kunstvolle Fassadengestaltung
➜ Spannende Baugeschichte
➜ Ungewöhnlicher Glockenturm
4. Camposanto Monumentale
Kulturerbe von Pisa
Gotische Architektur
Der Camposanto Monumentale – die monumentale Friedhofsanlage des Platzes – wirkte von außen zunächst ein wenig unscheinbar auf mich, wartet innen aber mit einem prachtvollen gotischen Kreuzgang auf. Als letzte Ergänzung der Piazza dei Miracoli, errichtet um 1278, diente er dazu, die Gräber zu bündeln, die zuvor um den Dom verteilt lagen. Ab dem 16. Jahrhundert fanden hier bedeutende Persönlichkeiten Pisas ihre letzte Ruhe, darunter Professoren und Mitglieder der Familie Medici, die damals die Stadt regierte. Heute ist er ein Museum, in dem du römische Sarkophage sowie Fresken bewundern kannst, die einst seine Wände schmückten.
Warum ich's liebe:
➜ Vervollständigt die Piazza dei Miracoli
➜ Kunstvoller Kreuzgang mit Fresken
➜ Einzigartige Friedhofsanlage
Erlebe die Wunder von Pisa
Die Piazza dei Miracoli hat mich wirklich beeindruckt. Ich konnte kaum glauben, dass sich der Platz über Jahrhunderte entwickelt hat, weil er als Ganzes so harmonisch wirkt. Und auch die Tatsache, dass die Geschichte des Platzes mit dem Dom begann, ist erstaunlich, da die Piazza dei Miracoli eher für den Schiefen Turm bekannt ist. Bestimmt wird der historische Platz in Zukunft auch meine mediterrane Reisekunst beeinflussen. Wir dürfen uns glücklich schätzen, die Piazza dei Miracoli in ihrer heutigen Form zu erleben – denn lange war sie ein Ort im Wandel, immer in Veränderung.
Um tiefer in die Toskana einzutauchen, entdecke meine Florenz Geheimtipps – die Hauptstadt der Region liegt nur eine kurze Zugfahrt von Pisa entfernt. Alternativ zeigt dir mein Guide zur südlichen Toskana die schönsten Städte und Sehenswürdigkeiten rund um das malerische Val d'Orcia.
Praktische Tipps für die Piazza dei Miracoli in Pisa – FAQ
1. Braucht man Tickets für die Piazza dei Miracoli?
Der Zugang zur Piazza dei Miracoli in Pisa selbst ist kostenlos. Für den Eintritt in die Gebäude – einschließlich des Schiefen Turms von Pisa – brauchst du jedoch Tickets. Ich empfehle eines für den gesamten Komplex, da der Rest von Pisa vergleichsweise klein ist. Das Einzelticket für den Dom ist kostenlos.
Bei meinem Besuch im März gab es kaum Wartezeiten, und ich konnte das Ticket problemlos vor Ort kaufen. In der Hauptsaison im Sommer könnte es jedoch hilfreich sein, Tickets zu reservieren.
2. Wie viel Zeit sollte man für die Piazza dei Miracoli einplanen?
Nimm dir Zeit für die Piazza dei Miracoli in Pisa – sie ist die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt und lohnt sich ausführlich besichtigt zu werden. Am besten planst du etwa zwei bis drei Stunden für alle Gebäude ein. So erlebst du die wichtigsten Highlights und hast trotzdem noch Zeit, Pisa weiter zu erkunden.
3. Warum wird die Piazza dei Miracoli „Platz der Wunder“ genannt?
Der Name „Platz der Wunder“ wurde vom italienischen Schriftsteller Gabriele d’Annunzio in seinem Roman Forse che sì forse che no geprägt. Er beschrieb den Platz als „prato dei miracoli“ („Wiese der Wunder“), inspiriert von der eindrucksvollen Schönheit der Gebäude. Ich kann ihm nur zustimmen!
